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Die Seen Tigers verlieren auch das zweite Saisonspiel. Gegen Fortitudo Gossau resultiert eine 26:29 Niederlage.

Zehn Minuten brauchten die Gossauer vor der Pause, um die Partie zu entscheiden. Aus einem 10:10 machten sie eine 18:11 Pausenführung. Viel zu leicht liessen sich die Winterthurer aus ihrem Konzept bringen. Es brauchte nur eine, zumindest aus Winterthurer Sicht, unverständliche Entscheidung der Schiedsrichter. Doch wie die Tigers auf diesen Entscheid reagiert haben, ist nur schwer nachvollziehbar. In der Offensive versuchte Neuzuzug Igor Petrikeev das Spiel an sich zu reissen, vertändelte aber öfters den Ball, als er diesen im Tor unterbrachte.

Keine Faktoren waren auch die Winterthurer Torhüter. Sie kamen auf eine Abwehrquote von bescheidenen 12%. Insgesamt deutlich zu wenig, um einen soliden Gegner wie Fortitudo Gossau zu bezwingen. Auch wenn sich die Winterthurer in der zweiten Halbzeit etwas fangen konnten, war der Sieg nie wirklich in Reichweite.

Nach der klaren Schlappe zum Saisonauftakt in Andelfingen und der Klatsche am Donnerstag gegen den HV Olten im Cup, war dies bereits die dritte Niederlage in Serie für die Winterthurer. Die Gründe für diese Negativserie sind vielfältig. Angefangen bei den Torhütern, die nur gegen Andelfingen ihr Leistungspotential einigermassen ausgeschöpft haben. Über die Abwehr, wo die Winterthurer zwar vielseitig sind, jedoch keine Formation haben, die ein Spiel gewinnen kann. Die Tigers spielen zwar drei verschiedene Abwehrsysteme, jedoch keines wirklich gut.

Neuzuzüge sind noch nicht angekommen

Im Angriff wird die Verantwortung zu oft einfach Igor Petrikeev zugeschoben. Der Moldauer kann eine Verstärkung sein, doch er braucht noch etwas Zeit, um sich an die Mitspieler zu gewöhnen. Auch die jungen Pfadi-Spieler sind noch kein Faktor. Gion Hayer bekommt nach dem guten Auftritt in Andelfingen nur noch wenig Spielzeit. Stephan Gilgenrainer und Louis Ambühl sind zwar bemüht, doch noch keine Leistungsträger.

Es sind viele Probleme, die die Winterthurer zu lösen haben, Zeit dafür haben sie jedoch fast keine. Mit zwei Niederlagen sind sie im Kampf um einen Finalrundenplatz bereits arg zurück gebunden. Am Samstag kommen die Pfader Neuhausen in die Sporthalle Neuhegi. Die Pfader haben zwar schon einen Punkt, gewonnen haben sie jedoch auch noch nicht diese Saison.