2019-11-25_15h14_29

Zum Schluss fehlte ein Tor zum Punktgewinn, welcher unter dem Strich nicht unverdient gewesen wäre. Die Seen Tigers lieferten auswärts beim Sportclub Frauenfeld eine gute Leistung ab, mussten sich nach dem Schlusspfiff jedoch vorwerfen, die sich bietenden Chancen nicht genutzt zu haben. So blieben die Punkte letzten Endes beim Gastgeber aus der Thurgauer Kantonshauptstadt, was nicht als unverdient einzustufen ist. Frauenfeld lag während der ganzen Partie in Front und musste die Winterthurer höchstens ausgleichen lassen, das letzte Mal nach rund 45 Minuten. Dass das Pendel dann nicht auf Seiten der Tigers ausschlug, lag einerseits am fehlenden Killerinstinkt und andererseits am Umstand, dass das Heimteam genau in diesen Situationen immer wieder zuzulegen wusste. So verkürzte der Winterthurer Topskorer Ramadani (8 Treffer aus 8 Versuchen) etwas weniger als eine Minute vor Schluss nochmals zum Endresultat (28:29). In der Folge spielte Frauenfeld die Uhr gekonnt und routiniert herunter und lief nicht mehr Gefahr, den Sieg aus den Händen zu geben.

Dass das Spiel bis zum Schluss spannend blieb, war zumindest in der ersten Halbzeit zeitweise fragwürdig. Ähnlich dem Spiel gegen Andelfingen sahen sich die Tigers nach 20 Minuten mit einem Rückstand von fünf Toren konfrontiert – und wussten darauf zu reagieren. Mit mehr Cleverness wären die Seiten bei einem positiveren Resultat als mit 10:13 gewechselt worden. Wie im Spiel von vergangenem Samstag starteten die Seemer gut in die zweite Halbzeit und liessen ihr Offensivpotential aufblitzen. Ganze 18 Treffer wurden in der zweiten Halbzeit erzielt, was durchaus als positiv gewertet werden darf. Punkte brachte die Leistung aus der zweiten Halbzeit für die Tigers keine, doch definitiv die Erkenntnis, dass man in der Saison angekommen ist und sich vor keinem Team aus der Gruppe verstecken muss. Nach kräftezehrenden Wochen steht nun eine mehr als zwei Wochen dauerende wettkampfreie Phase an, was es den Akteuren ermöglicht, Blessuren auszukurieren und sich zu erholen, um dann mit geladenen Batterien zum Gastspiel nach Arbon zu fahren (2. November 2019 / 18.00).