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Vieles neu bei den Tigers

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Die Seen Tigers steigen mit einer jüngeren Mannschaft in die neue Saison. Ein Grund dafür ist die Zusammenarbeit mit dem Stadtrivalen.

Er ist 192 gross, 93 Kilo schwer und bringt die Erfahrung aus einer fast zweijahrzehntelangen Odysse quer durch die Profiligen ganz Europas mit. Igor Petrikeev ist das auffälligste neue Gesicht im Team der Seen Tigers. Bereits im Winter hat der 34-jährige Moldauer seinen Vertrag beim spanischen Zweitligisten CBM Villafranca aufgelöst und ist zu den Tigers gestossen. Weil das internationale Transferfenster jedoch geschlossen war, durfte Petrikeev noch nicht für die Winterthurer auflaufen.
Mit Petrikeev erhalten die Tigers einen erfahrenen Rückraumspieler, der dem Spiel insbesondere in der Offensive eine klarere Struktur geben soll. Nach dem Abgang von Roman Singler im letzten Winter (zu Kreuzlingen) und dem Rücktritt von Raphael Liniger im Sommer davor, fehlte den Winterthurern der Chef im Angriff. Die Folge war viel Hektik und noch mehr verlorene Punkte. Dies verhindern wird die Hauptaufgabe von Petrikeev. Zudem soll der Moldauer mit seiner Wurfkraft für Gefahr aus der zweiten Reihe sorgen. Den ersten Beweis seiner Qualität lieferte Petrikeev bereits beim ersten Auftritt mit dem neuen Team. Beim Cupspiel in Stans führte er die Tigers mit acht Toren in nur 40 Minuten zu einem sicheren 34:23- Auswärtserfolg.
Zusammenarbeit mit Pfadi gestärkt

Neben dem Transfercoup Petrikeev stossen mit dem variabel einsetzbaren Gion Hayer und Kreisläufer Louis Ambühl auch zwei junge, talentierte Pfadispieler zu den Tigers. Hayer hat im NLB-Team der Winterthurer noch keinen Platz gefunden und soll nun bei den Tigers Spielpraxis sammeln. Zusammen mit Stephan Gilgenrainer, der nochmals eine Saison hauptsächlich bei den Tigers spielen wird, bilden Ambühl und Hayer eine kleine Pfadifraktion.

Von diesem Trio erhofft sich Trainer Cho viel Dynamik und Torgefahr. Vor allem Hayer hat in den Testspielen bereits sein Potential in der Offensive angedeutet, in der Abwehr sind hingegen Gilgenrainer und Ambühl überzeugender. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Stadtclubs funktioniert auch eine Eben tiefer. Mit Tazio Baumann und Mischa Romer haben zwei ehemalige Tigersjunioren über Pfadi Winterthur den Sprung in die U17 Nationalmannschaft geschafft.
Mehr Breite

Oliver Nussli und Roman Singler verliessen die Tigers bereits während der laufenden Saison. ansonsten sind keine weiteren Abgänge dazugekommen. Der Kern der Mannschaft um Nicolas und Christoph Meili, Sharr Ramadani, Cedric Kiss, Rico Weber und Simon Kindle sowie Torhüter Eric Hauser bleibt ein weiteres Jahr bestehen. Neben den zwei Pfadern und Petrikeev kommen mit Gilles Diserens, Sven Schwender und Jonas Keller drei weitere Spieler in den Kader der Winterthurer. Trainer Cho kann bei der Mission Klassenerhalt auf einen 18 Mann starken Kader zurückgreifen. Mit Schwender spielt erstmals ein eigener Junior im Fanionteam der Winterthurer.

Diese Mission wird in der anstehenden Saison deutlich schwieriger als noch im letzten Jahr. Nur noch zwei Teams schaffen den Sprung in die Finalrunde und damit den Klassenerhalt bereits im Winter. In der vergangenen Saison waren es noch vier. Die Tigers wollen möglichst lange um einen dieser zwei Plätze mitspielen, doch trotz den namhaften Verstärkungen befinden sich die Winterthurer klar in einer Aussenseiterrolle. Frauenfeld dürfte das deutlich stärkste Team sein, um den zweiten Platz in der Finalrunde könnte sich ein offenes Rennen anbahnen. Wohin die Reise für die Seen Tigers und Petrikeev geht, ist völlig offen. Los geht sie mit dem Derby am Samstag in Andelfingen.

Neuer Vorstand

Auch neben dem Platz ist bei den Seen Tigers vieles neu. Im frühjahr wurde fast der ganze Vorstand ausgewechselt. Neu präsidiert Oliver Gretler die Seen Tigers, er folgt auf den zurückgetretenen Alain Hüppi. Die Ziele sind jedoch dieselben geblieben, man setzt auf den Breitensport und wolle allen die Möglichkeit bieten Handball zu spielen, lässt der neue Vorstand verlauten. Das heisst im Umkehrschluss, dass die talentierten Junioren an Pfadi Winterthur abgegeben werden, dafür bieten die Tigers mit der 1. Liga Mannschaft ein Auffangbecken für überzählige NLB Spieler.

Ähnlich sieht die Situation bei den Juniorinnen aus. Auch dort streben die Tigers eine stadtinterne Lösung an. Konkret wird nun mit Yellow Winterthur zusammengearbeitet. Das Ziel ist ein ähnliches wie bei den Männern. Es soll jede Spielerin nach ihren Möglichkeiten auf entsprechendem Niveau ausgebildet werden, wenn nötig werden die Juniorinnen dann auch an Yellow Winterthur weitergegeben.

Fehlstart perfekt
Kompletter Fehlstart
 

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Samstag, 14. Dezember 2019